|
Veranstaltungsdatum: 16.11.2006.
Fachtagung der SHS-Seniorenheime Salzburg
Thema „Heimaufenthaltsgesetz – ein Jahr danach˜
Am 16. Nov. 2006 fand im Saal des Kolpinghauses die ganztägige Fachtagung der SHS-Seniorenheime Salzburg zum Thema „Heimaufenthaltsgesetz – ein Jahr danach˜ statt.
Fachleute aus den Bereichen Bewohnervertretung, Richterschaft, Pflege und Ärzte referierten zum oben genannten Thema und stellten die positive Entwicklung mit der Einführung des Heimaufenthaltsgesetzes dar. Darüber hinaus wurden in regen Diskussionen Erfahrungen ausgetauscht.
DGKP Paulus Gschwandtl, Sachverständiger für das Heimaufenthaltsgesetz, stellte die Problemerkennung vor einer Freiheitsbeschränkung als entscheidenden Schritt in den Mittelpunkt seines Referates. Grundlage dafür ist das Erkennen der Bedürfnisse der BewohnerInnen.
DGKS Monika Topitz-Pongruber und DGKS Petra Moser setzten als Schwerpunkt in ihrem Fachvortrag auf die Kreativität und das Finden von alternativen Möglichkeiten zur Freiheitsbeschränkung. Einige Bezugsquellen dazu: Telefon: 0810959697[Monika Topitz, PDL SWH Oberndorf] Katalog "Moderne Hausfrau" oder FAX 0557877077 Antirutschmatte unter Teppiche Best. Nr. 502.472.520, Größe 60x90 € 4,95 - es gibt auch größere Matten, muss man halt telefonisch erfragen. Schuh Spikes die auf die Schuhsohlen aufgespannt werden Best. Nr. 704.725.520 € 15,95 Anti Rutschstreifen Best. Nr.8.094.520 € 6,50
Telefon: 0900220099[Monika Topitz, PDL SWH Oberndorf] Katalog "Drei Pagen" Leuchtband rutschhemmend und selbstleuchtend für Treppen Best. Nr.313944 € 8,99 Bodenwegweiser in der Form von Fußsohlen Best. Nr. 382234 € 4,99 Anti rutsch Sohlen selbstklebend Best. Nr. 29264 € 6,50 Anti Rutsch Spray Best. Nr. 341884 € 9,99
DDr. Randolf Messer, ärztlicher Leiter der städtischen Seniorenheime, informierte über die praktischen Erfahrungen sowie über die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung in der Zukunft.
Dr. Dagmar Bramböck, Richterin beim LG Salzburg, berichtete über die bislang vorliegenden OGH-Entscheidungen zum Heimaufenthaltsgesetz.
Dr. Erich Wahl, Bereichsleiter der Bewohnervertretung Salzburg/Tirol, sprach über die positive Entwicklung der Umsetzung des Heimaufenthaltsgesetzes in der Praxis.
DGKS Angela Kirchgatterer, Organisatorin der Fachtagung, sprach über die Auswirkungen des Heimaufenthaltsgesetzes in der täglichen Arbeit für die Angehörigen, die MitarbeiterInnen sowie den Bereich Organisation.
Erfahrungen:
Durch die intensive Vorbereitungsphase, in der die MitarbeiterInnen über die neuen gesetzlichen Regelungen informiert und geschult wurden, konnte die Umsetzung des Heimaufenthaltsgesetzes sehr rasch erfolgen. Das Verständnis für „normale Risken im Alltagsleben˜ ist durch die Verbesserung der Kommunikation mit allen Betroffenen wesentlich sensibilisiert worden. Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Freiheitsbeschränkung im Seniorenheim˜ hat einen hohen Reifeprozess erreicht. Der Einsatz von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen innerhalb des gesetzlichen Rahmens bzw. die Auswahl von alternativen Möglichkeiten ist von der Pflegephilosophie des Hauses abhängig.
Erfolge:
Die Sichtweise der Pflege, dass Freiheitsbeschränkungen erst nach Ausschöpfung alternativer Möglichkeiten eingesetzt werden, hat sich weiterhin verstärkt. Die Befürchtungen, dass es zu vermehrten Stürzen und Verletzungen kommt, haben sich nicht bestätigt.
Durch das Engagement in der interdisziplinären Zusammenarbeit aller Beteiligten gelang die professionelle Einführung des Heimaufenthaltsgesetzes.
Der Obmann der SHS-Seniorenheime Salzburg, Ernst Hörzing bedankte sich bei allen ReferentInnen für die Beteiligung an der Fachtagung und besonders beim Organisationsteam für die Ausrichtung. Die SHS als Plattform für den fachlichen Austausch plant bereits wieder eine Fachtagung für 2007 zu einem wichtigen und für alle interessanten Thema.
Zum Abdruck freigegeben:
Ernst Hörzing – Obmann SHS-Seniorenheime Salzburg
Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung:
Angela Kirchgatterer/Organisatorin – 0664 – 40 33 008
Ernst Hörzing/Obmann der SHS-Seniorenheime Salzburg – 0664 – 79 75 709
Brigitte Pawel/Pressearbeit im Auftrag der SHS-Senioreheime Salzburg – 0664 – 10 58 300
Salzburg, 22. Nov. 2006 |